SEO Checkliste: On-Site-Optimierung

Suchmaschinenoptimierung oder SEO ist ein zentrales Thema des Online-Marketings. Üblicherweise entstammen etwa die Hälfte aller Besucher einer Recherche bei einer Suchmaschine. Diese Checkliste ist über Jahre gewachsen und soll es erlauben, eine Seite schnell auf ihre Suchmaschinentauglichkeit zu überprüfen.

Dieser erste Teil befasst sich mit der On-Site-Optimierung, er klärt also, welche Maßnahmen man auf der eigenen Seite ergreifen sollte.

Der Inhalt

Jede Seite lebt von ihren Inhalten. Inhalt ist der Grund, weshalb Besucher auf eine Seite gelangen. Inhalt ist auch das Hauptkriterium für Suchmaschinen.

  • Der eigene Content sollte nur auf den eigenen Seiten verwendet werden. Er sollte also einzigartig sein und nach Möglichkeit auch Nischenthemen aufgreifen.
  • Werden fremde Texte übernommen, so sollten diese umgetextet werden, um einer Abstrafung durch die Suchmaschinen zu entgehen.
  • Pro Seite sollte man keine endlosen Dokumente schreiben. 4 Bildschirmseiten bei üblicher Auflösung genügen.
  • Häufige Aktualisierungen lassen Spider (die Suchroboter der Suchmaschinen) häufiger vorbeisehen. Blogs und News sind ein guter Weg, dies zu erreichen.

Strukturierung des Inhalts

Die Struktur aus den hierarchischen Tags (h1-hn) sollte die Struktur der Adressleiste wiedergeben. 

  • Das h1-Tag sollte den Seiten- oder Firmennamen enthalten, der dann auf jeder Seite gleich ist. Es kann über CSS später durch ein Logo ersetzt werden.
  • Das h2-Tag sollte den Namen des aktuellen Dokuments enthalten. Es entspricht häufig dem letzten Element der Adresse.
  • Mit den weiteren h-Tags wird der Inhalt strukturiert. Man sollte hier nicht allzu sehr in die Tiefe gehen. h3- und h4-Ebenen genügen in der Regel.

Keywords

Keywords für die Suchmaschinenoptimierung können auf unterschiedlichsten Wegen ermittelt werden. So kann man Kunden zum eigenen Unternehmen befragen und erhält häufig Bezeichnungen, die einem selbst nicht eingefallen wären. Auch interne Brainstormings können neue Keywords zu Tage fördern. Als letzter Schritt können sogenannte Keyword-Tools oder Thesauri verwendet werden, die einem verwandte Begriffe zu bestimmten Wörtern nennen können.

  • Man sollte pro Einzeldokument nur ein einzelnes Keyword definieren, welches dann gehäuft im Text vorkommt.
  • Je früher ein Keyword im Text genannt wird, umso höher wird die eigene Seite für dieses Keyword gelistet.
  • Der letzte Absatz ist nochmals besonders wichtig, da er häufig eine Zusammenfassung enthält. Hier kann man gut weitere Keywords verwenden.

Die Adressleiste

Das Design der Adressen ist für Suchmaschinen sehr interessant, da aus ihnen Hierarchien gut abgelesen werden können. Außerdem kann man bereits die Adresse zu einem bestimmten Dokument gut mit Keywords spicken. Diese Keywords in den URLs haben allerdings eine sinkende Bedeutung für die Suchmaschinen. Gleichzeitig haben Sie aber eine hohe Bedeutung, da Keywords in den Ergebnisseiten grafisch auch in den URLs angezeigt werden.

Die meisten Content-Management-Systeme können für Suchmaschinen optimiert werden. Im Zweifel kann man auch selbst aktiv werden und über die Apache-Datei ".htaccess" Rewrite-Rules entwickeln, die optimale URLs auf die bestehenden des CMS übersetzen.

  • Die Gesamtlänge der Adressleiste sollte 150 Zeichen nicht überschreiten.
  • Sonderzeichen, beispielsweise deutsche Umlaute gehören nicht in die Adressleiste.
  • Richten Sie eine XML-Sitemap ein und senden Sie diese über die Werkzeuge der Suchmaschinen (z.B. Google Webmaster Tools) zur Indizierung.
  • Im Idealfall sollte bereits der angemeldete Domain-Name Keywords enthalten, die für die gesamte Internetseite relevant sind. Von der Anmeldung vieler unterschiedlicher Domains mit Keywords wird aber abgeraten. Man sollte sich auf das Vermarkten einer einzelnen Domain pro Thema konzentrieren.
  • Sollen doch weitere Domains auf die selbe Seite verweisen, so sollte man auf den anderen Seiten Weiterleitungen auf nur eine Hauptdomain einrichten. Diese sollen über den HTTP-Status-Code 301 erfolgen.
  • Die "Ordnerstruktur" unterhalb der Domain sollte Rückschlüsse auf den Inhalt des aktuellen Dokumentes zulassen. Ein Beispiel ist dieses Dokument.
  • Trennzeichen für Keywords in Adressen sollte der Bindestrich (-) und nicht der Unterstrich (_) sein.
  • Sollen doch einmal Umstrukturierungen am Adress-Design vorgenommen werden, so müssen alle alten Adressen mit HTTP-Status-Code 301 auf den neuen entsprechenden Inhalt verweisen.
  • Gute Adressen verzichten wo immer es geht auf Parameter (Werte, die an ein Dokument mit einem Fragezeichen übergeben werden). Nur Dokumente, die nicht für Suchmaschinen gedacht sind, also solche, die beispielsweise einen Anmeldevorgang auslösen können mit Parametern realisiert werden.
  • Wird mehrsprachiger Inhalt geboten, so sollte jede Sprache unter einer eigenen Top-Level-Domain residieren.

Das Title-Tag

Das Title-Tag ist eines der zentralen Werkzeuge, um Suchmaschinen hochrelevante Keywords zu nennen. Es ist davon auszugehen, dass Keywords im Title-Tag ebenso wie die in der Adresse selbst sehr entscheidend für das gesamte Dokument sind.

  • Das Title-Tag ist auch die Überschrift auf den Suchergebnisseiten. Es sollte zum Lesen einladen und sich auf jeder Seite bereits in den ersten Worten unterscheiden.
  • Zuerst werden die relevantesten Keywords genannt, dann der Firmenname.
  • Insgesamt sollte man sich kurzfassen.

Das Description-Tag

Das Description-Tag findet sich im Kopf () des Dokuments. Google zeigt diesen Text an, wenn es nicht über den Textbereich unterhalb der Überschrift auf den Suchergebnisseiten Keywords markieren möchte.

  • Für jede Adresse (Unterseite) sollte eine eigene Description entworfen werden. Diese sollte früh die Keywords enthalten, aber für Menschen gestaltet sein.
  • Fassen Sie sich kurz. 100-150 Zeichen genügen im Allgemeinen.

Navigation und Verlinkung

Internetseiten leben von der Vernetzung mit anderen Internetseiten. Ebenso leben Ihre Dokumente von der Verlinkung mit anderen Dokumenten.

  • Die Navigation sollte ein HTML-List-Tag sein. Das ul-Tag hat sich etabliert. Verwenden Sie in der Navigation keine Bilder, Flash oder JavaScript.
  • Alle Links sollten mit einem Title-Attribut versehen werden. Dies hilft Suchmaschinen zu verstehen, warum Sie auf die Seite verlinken.
  • Bilder werden mit dem Alt-Attribut versehen. Es wird kurz erwähnt, was auf dem Bild abgebildet ist.
  • Verwenden Sie im verlinkten Text Keywords, die zum verlinkten Inhalt passen.
  • Verwenden Sie eine Breadcrumb-Navigation, um die Hierarchie des Dokumentes weiter herauszustellen.
  • Verwenden Sie maximal 15 externe Links pro Dokument.
  • Sperren Sie ungeliebten Content. Update-Verzeichnisse, READMEs und andere Ordner, beispielsweise Hilfe-Dokumente, die von ihrem CMS verfügbar gemacht werden, sollten ihren nicht verwässern.

Weiter gehts

Nachdem das On-Site-Marketing abgeschlossen ist, konzentrieren wir uns auf alle Maßnahmen, die wir nicht mehr auf der eigenen Domain erledigen können. Wir fahren mit der sogenannten Off-Site-Optimierung fort.

Johannes Fritsch Online Marketing Beratung und Suchmaschinenoptimierung • Pfarrer-Eggart-Str. 5 • 88085 Langenargen